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Suizidalidät

Die Abklärung einer Suizidalität sollte bei Vorliegen einer Geldspielproblematik systematisch bereits ab Beginn des ersten Patientenkontakts erfolgen, auch wenn keine offensichtlichen Symptome für Depressionen ersichtlich sind.

  • Dem DSM-5 zufolge hat etwa die Hälfte der Personen, die wegen einer Geldspielstörung in Behandlung ist, Suizidgedanken und etwa 20% weisen Suizidversuche auf.
  • In akuten suizidalen Krisensituationen ist vor der Einleitung einer störungsspezifischen Behandlung der Geldspiel-Patientinnen und -Patienten eine Vorbehandlung in einer psychiatrischen Einrichtung indiziert.
  • Der Zusammenhang zwischen einer Geldspielproblematik und Suizidalität scheint sehr komplex und vielschichtig, insbesondere wenn man die verschiedenen Verluste des pathologischen Geldspielens betrachtet: finanzielle Verluste, aber auch Verluste von Beziehungen und Arbeit können zu tiefer Trauer und zu existenzieller Ausweglosigkeit führen.
  • Vgl. auch Risiken bezüglich Komorbidität.

Siehe dazu auch ein Artikel im Swiss Medical Forum (2018;18(45):920-923) von Dr. sc. Mélina Andronicos, Prof. Monique Séguin: Glücksspielsüchtige - Sind ­Vorhersage und Prävention von Suiziden möglich? Was wissen wir heute über das Profil Glücksspielsüchtiger mit suizidalem Verhalten?

 

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